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21.12.2011, 13:38 Uhr | NWZ - Mensing Übersicht | Drucken
Wirtschaftsgemeinschaft pro Soeste-Carré
Einzelhandel Vereinigung der Cloppenburger Kaufleute befürwortet umstrittene Ansiedlung

Der Einzelhandel müsse sich gegen die Konkurrenz aus dem Internet wehren. Deshalb müssten größere Käuferströme in die Innenstadt gelockt werden.

Cloppenburg - CLOPPENBURG - Die Cloppenburger Wirtschaftsgemeinschaft macht sich für einen Bau des Einkaufszentrums „Soeste-Carré“ stark. „Wir sind der Meinung, dass wir nicht mehr viel Zeit haben, Cloppenburg und insbesondere die Innenstadt zukunftsfähig zu machen. Daher sollten aufbietende Chancen sofort ergriffen werden“, sagte der Vorsitzende der Wirtschaftsgemeinschaft (WG), Heinz-Josef Schröder, am Dienstag bei einem Pressegespräch.

Das Projekt der Ten-Brinke-Gruppe auf dem Grundstück des Gemeinde-Psychiatrischen-Zentrums sei keine Alternative, weil die Stiftung St.-Josefs-Stift nicht bereit sei, das Grundstück zu verkaufen. Um eine Chance gegen die sich rasant entwickelnden Verkäufe im Internet zu haben, müsse sich der klassische Einzelhandel strecken. Mit dem Soeste-Carré und dem Media-Markt (siehe Bericht unten) müssten kurzfristig Käuferströme erzeugt werden, die ein langfristiges Überleben sichern könnten, ergänzte WG-Vorstandsmitglied Andreas Raker.

Die Stelzenlösung für das im Überschwemmungsgebiet der Soeste geplante Carré erscheint der Wirtschaftsgemeinschaft akzeptabel. „Die für den Fall eines Jahrhunderthochwassers berechnete Menge beträgt 3000 Quadratmeter. Dies entspricht nicht einmal einem halben Fußballfeld, einen Meter hoch unter Wasser gesetzt“, betonte Schröder. Bei einer solchen Höchstmenge sei „eine Dramatisierung wohl nicht sachdienlich“. Die entfallende Grünzone werde durch größere Aufforstungen an anderer Stelle im Stadtbereich mehr als kompensiert, die Zunahme des Verkehrs nach Fertigstellung der Südtangente „wesentlich abgemildert“.

Die vorliegenden Entwürfe des Investors Genos (Vechta) zum Soeste-Carré würden die Soestenstraße extrem aufwerten. Ein Café direkt an der Soeste über zwei Stockwerke im Soeste-Carré stelle eine wesentliche Verbesserung der Gastronomie in der Cloppenburger Innenstadt dar, ergänzte WG-Vorstandsmitglied Frank Meyer. Im Zusammenhang mit der Realisierung des Soeste-Carrés müsse auch eine rückwärtige Erschließung der Mühlenstraße positiv begleitet werden.

Es könnten überhaupt nur noch durch zwei Aspekte Menschen in die Innenstädte gelockt werden, ergänzte Schröder. Und das seien Lebensmittel und vernünftige gastronomische Angebote. In diesem Zusammenhang forderte er die Cloppenburger Kaufmannschaft auf, über einheitliche und längere Öffnungszeiten nachzudenken.

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